Über den nationalen Tellerrand hinaus

Manager Magazin · 10.1.2005 · Horst Heinz Grimm, dpa

Hamburg/Bonn - Ein Studium im Ausland gewinnt im Zeitalter der Globalisierung zunehmend an Bedeutung. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sind gefragt.

„Alle Firmen, die im Außenhandel tätig sind oder sonst geschäftliche Beziehungen ins Ausland pflegen, legen Wert auf Mitarbeiter mit entsprechender internationaler Erfahrung", erklärt Corinna Nienstedt, zuständig für den Geschäftsbereich International bei der Handelskammer Hamburg.

„Semester an ausländischen Hochschulen sind auf jeden Fall zu empfehlen. Sie rechnen sich in der Karriere", sagt Ramon Tissler, Geschäftsführer von College-Contakt.com in Münster. College-Contakt.com informiert auf der gleichnamigen Website kostenlos zum Thema Auslandsstudium und bietet Links zu den entsprechenden Hochschulen. „Mindestens ein Semester sollte man einplanen, ein Jahr ist optimal", nennt Tissler einen Zeitrahmen.

Nicht alle Abschlüsse werden anerkannt

Die meisten Studentinnen und Studenten bevorzugen ein zeitlich befristetes Teilstudium. „Bei einem Vollstudium vom ersten Semester bis zum Studienabschluss könnten sich dann beim Berufszugang in Deutschland in bestimmten Bereichen wie beispielsweise öffentlicher Dienst Schwierigkeiten ergeben", erläutert Nicole Friege vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD).

„USA, Australien und Kanada sind die Spitzenreiter"

„USA, Australien, Kanada, Großbritannien und Neuseeland sind die Spitzenreiter. Fließendes Englisch ist hier Pflicht", sagt Tissler. „Aber auch Spanien wird zunehmend beliebter."

Für BWLer Pflicht

„Denn ein Auslandsstudium ist wertvoll", sagt Tissler. „Es vermittelt neben dem akademischen Wissen Praktisches für das persönliche Verhalten: Flexibilität, Toleranz, Anpassungsfähigkeit, Verständnis für andere Kulturen." Es erweitere den Horizont und stärke das Selbstvertrauen. Auslandssemester seien bei BWL heute schon unabdingbar.

Quelle: Manager Magazin · Originallink: manager-magazin.de/unternehmen/karriere/a-336152.html