Austauschsemester sind beliebt

RP Online · 18.1.2007

Bonn/Münster (RPO). Für viele Studierende gehört ein Austauschsemester zu den Höhepunkten des Studiums. In Europa gibt es kaum ein Land, in dem deutsche Studenten nicht die Hochschulbank drücken. An der Spitze der Austauschländer steht noch immer das Vereinigte Königreich.

Auch exotische Ziele erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Sinologie im chinesischen Chengdu, Meeresbiologie am Bangsaen Institute of Marine Science in Thailand, vertiefende Studien in Hindi und Sanskrit an der einzigen tibetischen Universität in Indien - das sind nur einige Beispiele. Bei Ramon Tissler, der mit seiner Firma „College Contact" Deutschen den Weg ins Ausland ebnet, sind dagegen die USA weiterhin Zielland Nummer eins.

Nach Tisslers Erfahrung ist es nicht so, dass keine Studierenden in andere Länder gehen wollen. „Aber die Prüfungsämter wissen oft nicht über die Güte der Unis in exotischeren Ländern Bescheid und erschweren es den Studierenden, die Scheine anerkannt zu bekommen."

Doppelabschluss

Eine Alternative sind Studiengänge mit Doppelabschluss, bei denen in zwei Ländern studiert wird. „Die RWTH in Aachen bietet einen Doppel-Master für Ingenieure mit der ersten Uni Chinas an", sagt Susanne Otte, China-Referentin beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) in Bonn.

Trimester in Skandinavien

Ramon Tissler hat bei vielen Bewerbern für ungewöhnliche Staaten eine Affinität zu den Ländern ausgemacht: „Die Leute haben meist schon etwas mit dem Land zu tun gehabt, haben Verwandte dort oder studieren die Sprache."

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